Startseite









DIE HISTORIE UNSERES SKICLUBS

Liebe Vereinsmitglieder des Ski-Clubs Brettach-Geddelsbach eV,

35 Jahre Ski-Club – eine kleine Erfolgsgeschichte.

Der Grundstein dafür wurde von einigen wackeren Skifahrern gelegt, die ihr Herz am rechten Fleck hatten. Damit das erste Vierteljahrhundert nicht in Vergessenheit gerät, haben wir diese Schrift erstellt. Denn nur dem, der die Vergangenheit schätzt, ist die Zukunft wichtig.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei allen Vereinsmitgliedern, anderen Vereinen und sonstigen Personen bedanken, die den Skiclub unterstützt und gefördert haben. Ein ganz besonderes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit gilt meinem gesamten Vorstandsteam. Sollten wir bei unseren Nachforschungen etwas vergessen oder übersehen haben, sehen Sie uns das bitte nach. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich dann mit mir in Verbindung setzten würden, zum Zwecke der Archivierung.

Zum Wohle des Vereins wünsche ich mir, dass sich auch in Zukunft jedes Mitglied für den Skiclub einsetzt und engagiert.

Matthias Stein (1.Vorstand)



Gründung des Ski-Clubs

Nachdem das Skifahren als Freizeitsport Mitte der 70er Jahre immer beliebter und gleichzeitig das heimische Schneeaufkommen immer weniger wurde, unternahmen die Skifans aus Brettach und Geddelsbach häufig Skiausfahrten in schneereiche Gegenden. Adolf Schäfer organisierte als Busfahrer eigenständig regelmäßig solche Skiausfahrten, die immer gut belegt waren. Oftmals waren 2 bis 3 Busse unterwegs.

Als einer der ersten Skilehrer im oberen Brettachtal nahm auch Helmut Pritsch an den Ausfahrten teil. Nach einer erfolgreichen Skiausfahrt hatte er die Idee, einen eigenen Skiclub zu gründen. Neben der Organisation von Skiausfahrten sollte der zu gründende Verein insbesondere dem Zweck dienen, einen Skilift in Brettach zu betreiben. Mit diesem Lift sollte der Jugend/dem Nachwuchs die Möglichkeit geboten werden, das Skifahren frühzeitig zu erlernen.



Gründungsversammlung am 30.11.1979

Am 30.11.1979 fand die Gründungsversammlung des Skiclubs Brettach/Geddelsbach im Rössle in Brettach statt. Mit der ersten Mitgliederliste wurden 14 Erwachsene und 6 Kinder bzw. Jugendliche als Gründungsmitglieder des Vereins aufgenommen:

Helmut Pritsch, Gerhard Grimm, Armin Schluchter, Brigitte Arnold, Adolf Schäfer, Rainer Kircher, Walter Schluchter, Hartmut Hosenberg, Rainer Guillard, Klaus Hammel, Alfred Schäfer, Dieter Grimm, Martin Wenninger, Albrecht Eisemann

Udo Langwisch, Volker Schäfer, Sabine Hamperl, Adreas Schluchter, Axel Langwisch, Jürgen Gräter

In der Gründungsversammlung wurden die Vereinsregularien festgelegt und das weitere Vorgehen besprochen. Als 1. Vorstand wurde Adolf Schäfer gewählt, ein Schriftführer und ein Kassier wurden bestimmt. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 30 DM Jahresbeitrag für die Einzelmitgliedschaft festgelegt.



Erste Hauptversammlung mit Wahlen

Die ersten Hauptversammlungen mit Wahlen fanden ab 1981 statt. Sie wurden im Wechsel im Rössle in Brettach oder im Lamm in Geddelsbach durchgeführt. Die Arbeiten am Skilift und die Finanzierung der Ausgaben sorgten regelmäßig für heiße Diskussionen. Daher ging es auf den ersten Hauptversammlungen teilweise recht turbulent zu.

Später dann fanden die Hauptversammlungen im Bürgerhaus in Brettach oder im Vorraum der Kelter in Geddelsbach statt. Mit der steigenden Zahl der Mitglieder und dem höheren Angebot an Aktivitäten des Skiclubs ist auch das Interesse an den Hauptversammlungen ständig gestiegen. Heutzutage finden die Hauptversammlungen im großen Raum der Kelter in Geddelsbach statt. Die Ausführungen der Vorstandschaft werden im Rahmen von Power-Pointe-Präsentationen vorgestellt. Die Wahlen der Vorstandsmitglieder (1. Vorstand, Stellvertreter, Schriftführer, Kassier und 4 Beisitzer) finden entsprechend der Vereinssatzung abwechselnd für die jeweils vorgesehene Dauer statt.

1. Vorstände:

Adolf Schäfer 1979 – 1990

Albrecht Eisemann 1990 – 1999

Matthias Stein 1999 - 2014

Ab 2014 Neuregelung mit 4 Vorständen
Detlev Irtenkauf, Jasmin Kircher, Ralph Teufel und Carola Kaspereit
(Aufteilung siehe unter "Der Vorstand")



Eintragung ins Vereinsregister

Kurz nach der Gründung des Vereins wurde die Eintragung ins Vereinsregister (e.V.) angestrebt. Zweck der Eintragung war einerseits die Haftung bei Schadensfällen auf das Vereinsvermögen zu beschränken (keine persönliche Haftung der Mitglieder des Vereins). Andererseits war die Eintragung eine Voraussetzung für die steuerrechtliche Anerkennung des Vereins beim Finanzamt. Dem Verein stehen dadurch erheblich größere Freibeträge zu und Spenden an den Verein sind steuerlich absetzbar.

Die wesentlichen Voraussetzungen für die Eintragung ins Vereinsregister waren die Vorlage einer Vereinssatzung und mindestens 7 Vereinsmitglieder. Eine Satzung, die der juristischen Prüfung Stand hielt wurde damals von Helmut Pritsch ausgearbeitet. Er hat sich für die Eintragung ins Vereinsregister und die steuerrechtliche Anerkennung des Vereins maßgeblich eingesetzt.



Skilift

In den Jahren 1980 und 1981 wurde der erste Skilift in Eigenregie gebaut. In schwäbischer Tüftelarbeit und bei hitzigen Diskussionen wurde von Hermann Weller, Alfred Schäfer, Adolf Schäfer und vielen Anderen sehr viel Zeit, Arbeit und Fleiß investiert, bis der Lift schließlich in Betrieb genommen werden konnte. Dieser bestand im Wesentlichen aus einem Fahrschlepper, den der Skiclub vom Weingut Borth in Adolzfurt nach langen und weinhaltigen Verhandlungen erworben hatte. Der Schlepper diente als Antrieb für ein unteres und oberes Laufrad, welches vom Skilift aus Bubenorbis stammten. Der in Eigenbau erstellte Dieselskilift blieb nun einige Zeit in Betrieb. Er hatte allerdings den gravierenden Nachteil, dass wegen fehlender Papiere keine TÜV-Abnahme möglich und in Folge dessen auch kein Versicherungsschutz erhältlich war.

Deshalb entschied man sich, im Jahr 1982 einen neuen elektrischen Lift anzuschaffen, für den man dann auch einen Versicherungsschutz bekam. Die Anschaffung des neuen Lifts stellte den Skiclub, insbesondere in finanzieller Hinsicht, jedoch vor eine große Herausforderung.

Nachdem der Skiclub vom damaligen Bürgermeister (Herrn Sickinger) die Zusage für einen Zuschuss erhielt, wurde der neue Skilift bestellt. Als es an die Bezahlung ging, entschied der Gemeinderat in Bretzfeld jedoch anders und war nicht bereit, den zugesagten Zuschuss zu bewilligen. Anscheinend zweifelte man an der Zukunft des Skiclubs und gab dem Verein keine großen Chancen auf einen längeren Bestand.

Nun musste der bereits bestellte Lift im Wert von 12.000 DM also anderweitig finanziert werden. Im Gasthaus Lamm in Geddelsbach wurde eine Mitgliederversammlung / Krisensitzung anberaumt, in der vor allem private Spendengelder gesammelt werden sollten. Mehrere Skiclubmitglieder spendeten spontan einen größeren Betrag für den Skilift. 3.000 DM bekam man vom Sportförderverein. Außerdem gewährte ein Geddelsbacher Geschäftsmann dem Skiclub einen zinslosen Kredit, der bereits innerhalb von 2 – 3 Jahren zurückbezahlt werden konnte. Wesentlich dazu beigetragen haben unter anderem die Brettacher Landfrauen und die Brettacher Feuerwehr, die ihre Einnahmen aus dem ersten Brettacher Brunnenfest im Jahr 1983 größtenteils dem Skiclub überlassen haben.

Gleichzeitig mit dem zweiten Skilift wurde auch eine Flutlichtanlage installiert. Die Flutlichter wurden ebenfalls von Mitgliedern gespendet.



Motorisierte Pistenwalze / Pistenbully

Um den Skihang in Brettach für das Skifahren optimal zu präparieren wurde 1984 eine motorisierte Pistenwalze der Marke Lely angeschafft. Sie stammte aus Russel bei Deckendorf im Bayrischen Wald und kostete den Skiclub knapp 4.000 DM. Engagierte Skiclubmitglieder leisteten insgesamt 800 Arbeitsstunden, bis die Walze in Betrieb genommen werden konnte. Nach jahrelangem Schneemangel entschied man sich später jedoch die Walze wieder abzugeben. Sie wurde 2 Jahre lang immer wieder ausgeschrieben, bis sie schließlich an Charly Braun in Öhringen verkauft wurde.



Wohnwagen / Skiclubhütte

Zum Aufwärmen während den Skifahrpausen und zum Ausschank von Glühwein wurde am Skihang in Brettach ein Wohnwagen aufgestellt. Er diente dem Skiclub in den Anfangszeiten als Vereinsheim. Der erste Wohnwagen wurde von Adolf Schäfer gestellt, der zweite wurde vom Skiclub angeschafft.

Im Jahr 1998 wurde dann die Skiclubhütte auf dem Gelände der Familie Schäfer in der Nähe des Skihangs erbaut. Die Zimmerei Gebhardt von Bretzfeld stellte das Grundgerüst für die Hütte. Die Bodenplatte, der Innenausbau und die anderen Arbeiten wurden in Eigenleistung von Skiclubmitgliedern unter der Bauaufsicht von Ernst Eisemann erledigt. Ein eigener Stromanschluss für die Skiclubhütte hätte damals bei der EVS Kosten in der Größenordnung von 5.000 DM verursacht. Daher entschied man sich für einen Anschluss über Rudolf Schäfer zur Stromversorgung für die Hütte und den Skilift. Der Strom für die Flutlichtanlage kommt von einem Anschluss bei Gerhard Günzel. Für die Nutzung der Grundfläche der Skiclubhütte und einen Teil des Skihangs wurde ein Pachtvertrag mit Rudolf Schäfer abgeschlossen.



Ausfahrtenprogramm des Skiclubs

Ausfahrten zu den Anfangszeiten
Die Skiausfahrten waren bereits zu Anfangszeiten des Skiclubs ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens. Sie wurden zusammen mit dem Busunternehmen Braun aus Bubenorbis veranstaltet und waren in der Regel gut ausgebucht. Ein vom Skiclub ausgebildeter Skilehrer begleitete die angebotenen Ausfahrten. Zusätzlich wurde den Mitgliedern die Teilnahme an Skikursen vor Ort im Skigebiet angeboten, um einen gewissen Standard zu bieten. Außerdem wurden regelmäßig Skirennen mit Siegerehrungen durchgeführt.

Als Ziele wurde unter anderem folgende Skigebiete angefahren:

Allgäu/Voralberg (Tagesausfahrten): Riefensberg, Hochlitten, Hochhädrich, Ifen und Steibis

Österreich und Südtirol (Mehrtagesausfahrten): Passturn, Zillertal, Zell am See, Hundlealpe (Oberjoch - hier wurden Skirennen gefahren)

Südtirol (Faschingsausfahrt): Brixen, St. Andre (Hausberg und Plose)

Einer der ersten Skilehrer beim Skiclub war Helmut Pritsch, der seine Prüfung als Skilehrer beim schwäbischen Skiverband abgelegt hatte. Später folgten die Skiclubmitglieder Sonja Hammel, Klaus Hammel, Gerhard Grimm und Albrecht Eisemann als weitere Skilehrer des Skiclubs, die sich um die Ausbildung des Nachwuchses bei den Skiausfahrten kümmerten.

Ausfahrten im Laufe der 25 Jahre
Die ersten Jahre organisierte Adolf Schäfer als Busfahrer der Fa. Braun aus Bubenorbis alle Ausfahrten für den Skiclub und führte diese auch in Eigenregie durch. Später wurden die Skiclubausfahrten nur noch von der Fa. Braun organisiert und ausgeschrieben. Dies führte aber zu immer weniger Interesse und Beteiligung der Mitglieder.

Deshalb erstellte der Skiclub wieder ein eigenes Ausfahrtenprogramm, übernahm die Organisation und führte die Ausfahrten zusammen mit verschiedenen Busunternehmen selbst durch. Mit großem Erfolg, da seither wieder ziemlich alle angebotenen Ausfahrten so gut wie ausgebucht sind. Bei einzelnen Fahrten muss sogar mit zwei Bussen gefahren werden, wie früher zu Anfangszeiten.



Sommerprogramm und andere Aktivitäten

Unter der Schirmherrschaft des 1. Vorstands Albrecht Eisemann wurden ab 1990 auch andere Aktivitäten angeboten. Dazu gehörten und gehören im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten Aktivitäten, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreien:

Skiclubradtour
Die Radtour wird jedes Jahr gegen Ende der Sommerferien veranstaltet. Sie führt die Teilnehmer von Brettach oder Geddelsbach aus in einer leichten bis mittelschweren Radstrecke in die nähere Umgebung. In der Mittagspause wird an einem Grillplatz Rast gemacht. Der Abschluss findet üblicherweise bei der Skiclubhütte in Brettach statt.

Sommergrillfest/Saufest
Beim ersten Grillfest des Skiclubs wurde von Hermann Weller ein Spanferkel gestiftet. Das Grillfest war ein voller Erfolg und im darauffolgenden Jahr wurde ebenfalls wieder ein Spanferkel von Skiclubmitgliedern gestiftet. Daher auch die Bezeichnung „Saufest“. Später übernahm dann der Skiclub die Kosten für das Grillfest, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Der Veranstaltungsort für das Grillfest ist heutzutage die Wiese der Familie Eurich außerhalb von Brettach in Richtung Mainhardt, früher wurde es an verschiedenen anderen Plätzen in Brettach durchgeführt (Hütte von Hermann Schluchter, Allmand Hütte von Adolf Schäfer).

Skigymnastik
Die Skigymnastik findet jedes Jahr ab Mitte November bis Mitte März einmal wöchentlich statt. Alle aktiven und passiven Skifahrer können sich dabei auf die Skisaison vorbereiten. Auf Grund des großen Interesses an der Veranstaltung wird die Skigymnastik zwischenzeitlich in der Halle in Unterheimbach veranstaltet.

Skibasar
Dieser wurde zunächst im Bürgersaal in Adolzfurt später dann in der Autowerksatt von Alfred Schäfer in Öhringen durchgeführt. Seit einigen Jahren findet er in der Kelter in Geddelsbach statt. Neben gebrauchten Skiartikeln von Privatpersonen werden auch Waren von Sporthäusern angeboten.



Gemeinnützige Aktivitäten des Skiclubs

Brunnenfest in Brettach
Das Brunnenfest in Brettach wurde von allen Brettacher Vereinen gemeinsam organisiert und durchgeführt. Beim dritten Brunnenfest im Jahre 1988 stellte der Skiclub während des dreitägigen Festes zuzüglich Auf- und Abbau die enorme Anzahl von 92 Mitgliedern ab, die zusammen 600 Arbeitsstunden leisteten. Von den Festeinnahmen wurde von den Brettacher Vereinen insgesamt 7.000 DM für den Neubau des Brunnenplatzes an die Gemeinde Bretzfeld gespendet.

Neubau Bürgerhaus Brettach
Ebenfalls im Jahr 1988 wurde das Bürgerhaus in Brettach von den Brettacher Bürgern und den örtlichen Vereinen größtenteils in Eigenleistung erbaut. Der Skiclub beteiligte sich an den Bauarbeiten und leistete hier ca. 760 Arbeitsstunden.

Mitgliederstatistik
Aktueller Mitgliederstand 2014 = 449 Mitglieder